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Borkenkäferschäden als Folge des trockenen, heißen Sommers teilweise mit dramatischen Ausmaßen (20.09.2018)

Aufgrund des sehr trockenen und heißen Sommers hat sich die Borkenkäferpopulation enorm entwickeln können. Besonders betroffen sind die Regionen, die schon ohnehin durch die Stürme im Winter hart getroffen wurden. Aber auch die Regionen Sauerland und Bergisches Land haben derzeit ein großes Problem mit dem Befall der Fichtenbestände aller Altersklassen durch die Borkenkäfer (Kupferstecher u. Buchdrucker).

Oberste Priorität hat aktuell der Forstschutz! Um zu verhindern dass die Borkenkäfer überwintern, sollten die geschädigten Bäume möglichst schnell eingeschlagen werden. Die Aufarbeitung bis weit in die Spitze hinein sorgt für ein rasches Austrocknen des Holzes. Dieses steht den Käfern dann nicht mehr zur Verfügung. Wenn die Möglichkeit besteht sollte der Schlagabraum gemulcht oder gehackt werden. Dadurch werden dann auch viele Käfer vernichtet.

Das eingeschlagenen Holz sollte mit entsprechenden Insektiziden behandelt werden, um eine weitere Entwicklung bzw. ein Ausfliegen der Käfer zu verhindern.

Aus Forstschutzgründen sind die kleinen Käfernester bevorzugt aufzuarbeiten, da von diesen die größere Gefahr für die Gesamtheit der Fichtenbesände ausgeht. Die größeren Schadholzflächen können dann zu einem späteren Zeitpunkt eingeschlagen werden. Ist zu erkennen, dass in den meist schon trockenen Bäumen (keine grünen Nadeln mehr vorhanden, Verlust eines Großteils der Borke) der Käfer bereits ausgeflogen ist, sollten diese auch erst zu einem späteren Zeitpunkt eingeschlagen werden.

Das Auffinden der befallenen Bäume mit Brut, Larven u. Käfern, die es abzutöten gilt, ist in diesem Jahr besonders schwierig, da der hinweisgebende typische Harzfluss ausbleibt. Sichere Merkmale für den Borkenkäferbefall sind dann das braune Bohrmehl (sammelt sich hinter den Rindenschuppen ab), fahlgrüne Nadeln, Rindenspiegel durch die Tätigkeit des Spechtes und Einbohrlöcher.

Auf jeden Fall sollte der jeweilige zuständige Förster/Försterin hinzugezogen werden!
Sind Ihnen die Telefonnummern nicht bekannt, können Sie diese entweder bei unseren Geschäftsstellen bzw. beim zuständigen Regionalforstamt erfragen.

Geschäftsstelle der FWV Olpe: 0 27 61 / 83 82 46 oder 01 51 / 5 47 82 390
WaldHolz Sauerland GmbH: 0 27 61 / 92 66 50
Regionalforstamt Kurkölnisches Sauerland in Olpe: 0 27 61 / 93 87 0
Regionalforstamt Bergisches Land in Gummersbach: 0 22 61 / 70 10 0

Weitere Informationen:

Waldschutzinfo der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt

Waldschutz-Infomeldung, Landesbetrieb Wald und Holz NRW

Checkliste Borkenkäferbekämpfung, LWA Bayern


 Antrag auf Verbrennung von Schlagabraum im Wald